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Die Erscheinung

Erotische Fantasy Sexgeschichte von Tim

Im Herbst letzten Jahres sprach mich einer meiner Nachbarn an. Er reist mit seiner Firma in Sachen Haushaltsauflösungen durch die Gegend und hat dabei nicht nur jede Menge Schnäppchen gemacht, sondern ist auch auf manche Merkwürdigkeit gestoßen. So gelang es ihm, in einem Dorf am Rande seines Einzuggebietes die Habe einer kürzlich verstorbenen Frau zu sichern, die, wie sich herausstellte, in ihrer Jugend im nahen Gut in Stellung war und im Krieg so manches Kleinod aus dem herrschaftlichen Hause vor den Soldaten gerettet hatte. Unter anderem ein in schäbiges Leder eingebundenes Buch, dessen brüchige und verschmutzte Seiten eine alte deutsche Handschrift enthielten, die bis auf ein paar durch Regenwasser verwischte Stellen noch einigermaßen zu entziffern war. Da ich durch diverse Studien etwas geübter im Entziffern derartiger Texte bin, gab mir mein Nachbar das Buch zur Ansicht.
Das Alter der Handschrift datiere ich anhand des Zustandes des Pergamentes sowie den geschilderten Begebenheiten in etwa auf die Jahre um Siebzehnfünfzig, kann auch etwas später sein. Was ich las, hat mich tief bewegt, nachdenklich gemacht und nicht wieder losgelassen. Sooft ich an die Zeilen dachte, ergriff mich eine seltsame Unruhe, nun endlich loszugehen nach... ja wohin eigentlich?
Seither war ich oft dort in jener Gegend und stark bemüht, die Einheimischen auszufragen. Bis heute ist es mir aber gelungen, die beschriebenen Örtlichkeiten eindeutig zu identifizieren.
Ich habe hier versucht, den Text einigermaßen verständlich nachzuschreiben, da die damalige Sprache doch mitunter recht blumenreich war und mit heute nicht mehr gebräuchlichen Worten einhergeht.
Der Beginn der Schrift liest sich fast wie der Anfang von ‚Der Name der Rose' von U. Eco. ... jetzt in alten Jahren auf das Leben zurückblicken.... manch Merkwürdiges... eines aber das weiteres Leben beherrscht und nie wieder zu vorheriger Ausgelassenheit gefunden...?
So weit, so gut! Die beschriebene Erzählung beginnt nach einem durchzechten Abend des jungen Herrn in einer der Dorfschänken, die damals oft einsam am Waldrand standen und der Wandersburschen und Bauersleute harrte - die einen auf den Weg zum nächsten Handwerksmeister, die anderen nach einem langen Tag auf den Feldern und vielleicht auch auf der Flucht vor einem zänkischen Weib. Doch genug der vielen Worte. Leset daselbst!

Es war eine kalte Nacht, der Nebel zog in Schwaden durch die kahlen Bäume. Stoßweise traten die Dampfwolken aus den Nüstern meines Pferdes. Unheimlich still stand der Mond über dem Waldrand. Die bleichen Schatten kahler Zweige zeichneten sich undeutlich auf dem Waldboden ab. Die mahlenden Hufe und das Schnauben meines Pferdes waren die einzigen Geräusche, die aus dieser Einöde an mein Ohr drangen. Ich war vor dieser Gegend gewarnt worden. Der bunte Haufen der Bauern in der Schänke, in der ich den Abend verbracht und manch randvollen Becher sauren, billigen Weines geleert hatte, übertrafen sich im Erzählen der Gruselgeschichten, die über Generationen weitergegeben wurden und wohl mehr Dichtung als Wahrheit enthielten.
Es hieß, in besonderen Nächten und nur bei Vollmond, würde hinten im tiefen Wald bei der großen toten Eiche eine bleiche Frau erscheinen und die Wanderer, die um diese Zeit noch unterwegs waren, in die Irre führen. Immer wieder wurde erzählt, wie eines Tages ein junger Mann, völlig von Sinnen und am Ende seiner Kraft, davon fantasierte, wie eine wunderschöne, fast durchsichtige Frau ihm an dieser Stelle des Waldes Zeichen gab, anzuhalten und zu ihr zu kommen. Im Nähertreten erkannte er, dass sich unter dem bleichen, offenen Mantel, den sie trug, ein wunderschön geformter Körper verbarg, der, wäre er aus Fleisch und Blut, einen Mann sehr wohl um den Verstand bringen würde. Den schwächer werdenden Worten des sterbenden Jünglings war nur noch zu entnehmen, dass er wohl völlig die Orientierung verloren habe. Vielleicht war das Erlebte auch so eindrücklich, das er einfach nicht darüber reden konnte. Mit einer seltsamen Todessehnsucht sei er erst wieder im großen Schlafraum der Herberge erwacht, sterbenskrank auch durch die lange Zeit, in welcher er am Rande des nahen Sumpfes gelegen hatte.
Die Erinnerung an dererlei Betrachtungen trieben mir nun doch eine leichte Gänsehaut über den Nacken. Den Stehkragen meines Mantels zubindend, ergriff ich fest die Zügel.
,Wer amüsiert sich nicht prächtig bei den Geschichten des einfachen Bauernvolks? Außerdem haben mich mein langer Dolch und die schwere Pistole, die ich im Gürtel trage, noch nie bei Wegelagerern im Stich gelassen.'


Den Dreispitz fest auf den Kopf drückend, presste ich die Beine an den warmen Leib meines Pferdes. Schon wieder meinen Gedanken nachhängend, schreckte ich auf, als der Gaul plötzlich stehen blieb und weder durch gute Worte noch durch die Apfelstücke, die ich immer in einer der Satteltaschen mit mir führte, zu bewegen war, weiterzulaufen. Um mich schauend, erkannte ich die kahlen, starken Äste eines uralten Baumes am Ufer einer träge dahinfließenden Lache mit schmutzig trübem Wasser. Mit einem wohl eher gezwungenem Lachen wollte ich gerade wieder aufsteigen, als ich sie sah!
Der kalte Schweiß trat mir auf die Stirn. Die Geschichte hatte nicht gelogen! Bleich und kalt stand die Gestalt mit leicht gehobenem Arm am Fuße des Baumes und schaute zu mir herüber. Trotz der etwa fünfzig Ellen, die uns trennten, war an ihr jede Einzelheit zu erkennen. Das ebenmäßige Gesicht wurde von einer langen, flauschigen Mähne umrahmt, durch den geöffneten, durchscheinenden Mantel zeichneten sich die vollen Brüste mit den dunklen Vorhöfen ab und unterhalb des Nabels erkannte man jenes dunkle Dreieck, welches seit Urzeiten einen starken Bann auf das Geschlecht eines jeden Mannes ausübt.
Ein unerklärbarer Schauer durchströmte meine Lenden. Trotz der Unwirklichkeit dieses Augenblicks fühlte ich mich immer stärker zu ihr hingezogen, fühlte eine tiefe Sehnsucht nach diesen Schenkeln und dem herrlichen Schoß, in welchem sie sich vereinten. Im Absteigen stolperte ich über eine Wurzel und verfing mich in den Stacheln eines wilden Brombeerstrauches. Ich war nicht fähig, den Blick von dieser Frau zu wenden, die wunderschön und fast nackt meine Begierden entfachte.
Mit klopfendem Herzen tappte ich durch das Wasser und stand schließlich vor ihr. Lächelnd entblößte ihr Mund mit seinen bleichen, vollen Lippen eine Reihe makelloser Zähne, hinter denen sich eine verlangende Zunge wand. Mit einer Hand schon in der Bundschnur meines Beinkleides, erhob ich die andere, um sie sanft zu berühren. In diesem Augenblick ging eine Verwandlung mit mir vor.
Eine selige Wärme durchströmte mich und alles gewann an Farbe. Mein Gegenüber strahlte vor Lebendigkeit und Wollust, ein warmer Wind wehte ihr die langen Strähnen aus dem lieblichen Gesicht und verlangend hob sie ihren Mund auf zu dem meinen. Ich spürte, wie sich das Blut in meinen Lenden sammelte und hart und pochend mein Geschlecht erfüllte. Der Hauch aus ihren Lippen jagte mir Lustschauer über den Rücken. Ich fühlte meine Hände über ihren heißen Körper jagen, fühlte die Weichheit ihrer üppigen Brüste an meinem Leib, die Festigkeit ihrer strammen Schenkel.
Der Drang, mich mit ihr geschlechtlich zu vereinen, machte mich fast wahnsinnig. Mit beiden Händen ihre Backen knetend, rieb ich wie wild meinen Unterleib an ihr. Noch immer lächelnd, löste sie das Band ihres Umhanges und stand nun nackt und geil vor mir. Der Sonnenschein wärmte ihren Körper und ließ kleine Schweißperlen auf ihre Haut treten. Den Mantel auf dem Waldboden ausgebreitend, legte sie sich anmutig nieder und bot sich mir mit weit geöffneten Schenkeln an.
Wie sie sich mit geschlossenen Augen und bebendem Becken vor mir rekelte, trieb sie mich an den Rand des Verstandes. Noch nie sah ich eine Frau so schamlos, so begehrlich, das sündige Fleisch so wohlfeil darbietend. Mit fliegenden Fingern aus meinen Beinkleidern fahrend, stürzte ich mich auf sie. Ihre seltsam kühlen Finger begannen über mein pralles Geschlecht zu streichen. Wie im Traum nahm ich ihren feuchten Schoß war, der sich rosig und verlangend nun direkt vor meinem Gesicht auf und ab bewegte. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich das nun folgende jemals bei einer Frau tun würde.
Meine Zunge streckte sich und schmeckte den köstlichen Nektar, der aus ihr zu laufen begonnen hatte. Sie erforschte jeden Winkel, umschmeichelte verlangend das liebliche Fleisch und verfing sich im dichten Filz ihres Schamhaares. Mich mit beiden Händen in ihr Gesäß krallend, drückte ich keuchend mein Gesicht tief in ihren Schoß. Ihr heftiger Atem und die lustvollen Schreie aus ihrem weit geöffneten Mund ließen mich immer gieriger werden. Mich mit letzter Kraft aufbäumend, stemmte ich mich über sie und fühlte meinen berstenden Ast schmatzend in sie eindringen.
Mit einem lauten Schrei umschlang sie mich mit beiden Beinen und presste mich fest an sich. Wild und ekstatisch wand sie sich unter mir. Hart fühlte ich ihre Fersen an meinem Gesäß, immer wieder in die Spalte gleitend und meinen After massierend. Schmerzlich spürte ich ihre Fingernägel an meinem Rücken. Die Bewegungen ihrer Brüste unter mir und die krampfartigen Zuckungen ihrer Scheidenwände ließen endlich, endlich den heißen Samen aus mir schießen.
Eine riesige Flutwelle der Wollust schwemmte mich davon und trug mich weit von dannen. Nur, dass ich nicht aufhören konnte. Mein Glied schrie nach dieser Glut und wollte nicht abschwellen. Immer wieder ergoss ich meine Männlichkeit in die heiße Grube zwischen ihren verlangenden Schenkeln. Die gewaltige Erleichterung, die ich empfand, ging erst in Müdigkeit, dann in bodenlose Erschöpfung über.
Diese unglaubliche Wärme, die das Weib ausstrahlte, erkaltete unmerklich. Alles verlor an Schärfe und an Farbe und rückte weit von mir ab. Ein dumpfer Schmerz drang langsam kalt und pochend hinter meine Stirn...
Etwas Nasses weckte mich. Mein Pferd stand über mir und ließ die raue Zunge über mein Gesicht fahren. Durchnässt und von der frostkalten Nacht völlig unterkühlt, gelang es mir mit letzter Kraft, den Rücken des Pferdes zu erklettern und mehr hängend als stolz reitend, den Weg zur Schänke zurückzutrotten. Totenstill glotzten mir die angststarren Augen der versammelten Menschen in der Schankstube entgegen, als ich wortlos auf der Türschwelle zusammenbrach.
Es dauerte Wochen, bis die Blässe aus meinem Gesicht trat und die namenlose Angst vor etwas dumpfem, Unbekanntem aus meinem kranken Hirn wich. Noch oft plagen mich des Nachts schaurig lustvolle Träume, die trotz allen ausschweifenden Lebens mit jeder üppigen oder oft auch flachbrüstigen Frau, derer ich habhaft werden kann, immer wieder kommen.
Und immer wieder verlangt mich nach jener Frau, nach jener Erscheinung, die mir so lustvoll fast den Tod gebracht hatte. Ruhelos durchstreife ich jene Gegend, doch nie will mir gelingen, diese Sehnsucht zu bezwingen und auch den Ort tief im Wald wiederzufinden?

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